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… über’s menscheln – und mehr

Hier findest du Texte zu Themen, die mich gerade bewegen. Blogbeiträge aus Social Media – und anderes, was mir gerade teilenswert erscheint.
Schau gern immer mal wieder vorbei.

März 30, 2026

Abgrenzen ist keine gute Idee

Finde ich.
Vielleicht, weil ich im Osten geboren wurde. Ich weiß, wie es sich zwischen Mauern anfühlt.

Da kommt vielleicht nichts „Böses“ rein, doch man sitzt auch darin fest.
Genau das passiert, wenn du dich energetisch abgrenzt. Es fühlt sich vorerst sicher an, entlastend, doch du bist auch eingemauert. Das Schöne bleibt ebenfalls draußen.

Sich der eigenen Energie bewußt werden, sich kennenlernen, Verletzungen heilen – das finde ich einen viel schöneren Weg.

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Stell dir vor, dein Körper, deine Energie sind wie ein Haus mit Garten ringsherum.
Bewohnst du dein Haus?
Bist du klar, präsent darin verortet?
Oder ständig weg?

Geht bei dir jeder ein und aus?
Lümmelt auf deinem Sofa, erntet in deinem Garten und du gehst leer aus?

Manchmal lassen wir aus Gewohnheit oder Verletzungen genau dies zu.
In solcherart Situation hält man es für eine gute Idee, Mauern zu bauen. Doch wie fühlt sich das an? Du schließt dich ein. Nicht mal der Postbote mit seinen Geschenken kommt mehr rein.

Stell dir stattdessen vor, wie es wäre Klarheit zu schaffen.
Bewusst anwesend zu sein.
Deine Macht und Kraft als Hausherr:in anzunehmen.

Stopp zu sagen, wenn der Nächste in deinem Garten erntet.
Nein zu sagen, wenn sich schon wieder Jemand auf deinem Sofa breitmacht.
Deine Tür reparieren und sie zu schließen, wenn du es magst.
Sie zu öffnen für Freunde.
Und überhaupt sich im eigenen Hause breit zu machen.

So könnte Ruhe einkehren

Plötzlich spüren Alle: Oh, hier weht ein neuer Wind. Nicht allen wird dies gefallen. Doch es ist klar – du bist jetzt wieder da und niemand kann einfach so rein.

Das ist ein Akt der Selbstliebe und darf von jedem praktiziert werden.
Wenn die inneren Verletzungen jedoch zu stark sind, ist dies wie ein kaputtes Dach oder eine Loch in der Hauswand – Eintrittspforten für Regen und ungebetene Gäste.

Es muss jedoch nicht so bleiben. Wir können anfangen Stück für Stück zu renovieren. Und das darf Spaß machen. Und man darf sich Hilfe holen.
So macht es wieder Freude, sein Haus zu bewohnen und liebe Menschen darin einzuladen.

Kennst du das Gefühl, dass andere sich an deiner Energie bedienen? Schreib „Ich“ in die Kommentare.

März 19, 2026

Mitten in den Stürmen des Lebens – dein Licht bleibt an

Die Welt wirkt gerade oft laut, unsicher und überfordernd.
Die aktuelle Zeit fordert viel von uns ab. Neue Krisen entstehen, alte Strukturen brechen auf. Wenn man sich umhört, scheint die Zukunft oft wenig Zuversicht zu versprechen.
Existenzängste bekommen wieder Aufwind. Im Außen scheint es gerade wenig Lösungen zu geben.

Doch genau da möchte ich ein wenig LICHT hineingeben.

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Denn DU, ICH – WIR sind machtvoll.
Wir können so viel LICHT in diese Welt bringen..

Nicht zuerst im Außen – sondern in uns.

Kennst du diesen Satz: „Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin.“

Und wenn genau das stimmt und wir es initiieren dürfen. Indem jeder von uns beginnt Frieden in sich zu schaffen.

Vielleicht beginnt genau dort etwas Neues. Wenn wir aufhören, die Felder von Angst, Konkurrenz und ständigem Funktionierens zu nähren.

Nicht indem wir uns die Realität rosarot meditieren. Sondern indem wir lernen, sie wahrzunehmen – ohne uns von ihr mitreißen zu lassen.

Es ist möglich, innerlich stabil zu bleiben. Es ist möglich, friedvolle, liebevolle Felder zu erschaffen.

Und genau darum geht es in meinem nächsten Workshop.

✨ Wir arbeiten mit achtsamer Körperarbeit & Yoga Breathwork, Meditation und inneren Prozessen, energetischer Klärung, Austausch im geschützten Kreis

Ein Raum, um dich tiefer zu spüren, dein Nervensystem zu regulieren und dich innerlich neu auszurichten. Und ebenso bekommst du ganz praktische Möglichkeiten für deine Alltag.

Die Tag-und-Nacht-Gleiche unterstützt diesen Prozess auf besondere Weise – ein kraftvoller Moment im Jahr, um deinem Leben eine neue Ausrichtung zu geben.

📅 22. März 2026 🕙 10–14 Uhr📍 h40 – Studio für Yoga und Tanz, Dresden Neustadt

Wenn du spürst, dass es Zeit ist, dein inneres Licht bewusster zu halten, bist du herzlich willkommen.

Alle Infos findest du über den Link:
https://ulrikeneidel.de/workshops/

Ich freue mich auf dich.Ulrike

Januar 21, 2026

Einfach mal leuchten

Spirituell sein, erleuchtet, erwacht, oder wie auch immer du das nennen willst, bedeutet nicht irgendwelche Superkräfte oder Fähigkeiten zu haben.

Dies wird so oft falsch verstanden und auch ich durfte dies erkennen.
Im Yoga z.B. denken viele: Wow, der kann dies oder jenes, der muss schon fortgeschritten sein.

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Nein, muss er nicht. Kann sogar sein, solch jemand hat nur ein fettes Ego kultiviert, statt innere Weisheit erlangt.

Möglich, du erkennst einen erwachten Menschen gar nicht. Weil er einfach so normal ist. Er lebt wie du und ich. Fertig.
Nix besonderes.

Denn es geht nicht darum etwas im Äußeren zu erreichen oder irgendwas Spektakuläres zu können.

Was da innen passiert ist so viel tiefgreifender. Es bedarf keiner Worte. Manchmal ist es sogar so, dass du immer stiller wirst. Einfach bist.

Ja, es gibt Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen. Sie haben eine besondere Aufgabe. Es ist ein Weg von vielen.

Doch trifft dies nicht auf Jeden zu. So viele andere gehen leise ihren Weg.

Trotzdem strahlen sie ihr Licht aus, auf ganz eigene Weise. Sie unterstützen damit viele Menschen, den Planeten, ja das ganze Universum profitiert.

Das ist, woran du sie erkennen kannst. Dieses sanfte Leuchten.
Die Freude, die ihnen innewohnt.
Die Ruhe, der Frieden, der sich in ihrer Gegenwart ausbreitet.
Ein Gefühl von Hoffnung, von alles ist gut.

Der Prozess des Sich-selbst-Erkennens geschieht in dir.

Ein Erinnern, wer du wirklich bist.
Das alles bereits in dir war.
Das es nur darum ging, dich aus dem heraus zu schälen, was du nicht bist.
Deine eigene Macht wieder vollkommen annehmen – denn das ist deine absolute Superpower.
Dein Leben mit Freude leben.

Alles Sätze, die du vielleicht schon einmal gehört hast. Sie sind ein Hinweis.

Doch erst wenn du dies tief in dir erfährst, dann beginnt es deine Realität zu formen, ebenso wie deinen Körper.
Und dann lebst du diese Wahrheit.
Dann bist du dein ICH BIN.

Davor ist alles rein intellektuelles Wissen. Nett, doch auch irgendwie nutzlos. Und alles scheint ein großes Geheimnis.

Wo stehst du gerade?
Rüttelt das Leben dich durch, fragt an, wo du dich freischälen darfst?

Januar 4, 2026

Nach fremden Sternen greifen oder deinem Herzen folgen

Neujahrsvorsätze verpuffen meist wie Silvesterraketen.

Sie leuchten hell auf. Wir wollen sie unbedingt. Und dann kommt der Alltag und Puff. Nichts mehr von unseren guten Vorsätzen da.

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Wenn die Seele, Verstand, Unterbewusstsein und Körper an einem Strang ziehen, dann erreichen wir, was wir aus dem Herzen leben wollen. Doch nur dann.
Alles andere wird entweder keine Früchte tragen oder sehr sehr anstrengend werden.

Rein aus dem Verstand zu kreieren funktioniert nicht mehr.

Am besten läuft es, wenn wir dem Herzen folgend den Verstand für die Umsetzung nutzend losgehen. Dabei uns den inneren Verhinderern liebevoll bewusst werden und sie lösen, integrieren – was auch immer dran ist.

Dann geschieht das, was wir Wunder nennen.

Denn wir handeln aus der inneren Einheit von Denken, Fühlen und Handeln heraus. Es fühlt sich ganz natürlich an und braucht kein Drängen oder pushen.

Was es jedoch braucht, ist dein Mut.

Denn die Herzensimpulse liegen oft nicht in unserer Komfortzone. Und die inneren Verhinderer machen sich ganz dick und fett. Stellen sich machtvoll und beängstigend in den Weg.
Doch du bist viel stärker und kraftvoller als du denkst. Und spürst es, indem du Schritt für Schritt deinen Weg gehst und dich nicht beirren lässt.

Also schau dir an: kannst du deinen Wunsch im Herzen fühlen und spürst dies ist dein Weg?
Wenn ja, dann bekommst du enorme Schubkraft.
Wenn es allerdings nur eine Verstandeskreation ist, die du nicht fühlen kannst, ja dann wird’s schwer. Dann spür hinein – was brauche ich wirklich?

Du bist Schöpfer deines Lebens.

Und so kann ich nur empfehlen, für 2026: wähle, was dich nährt, dir gut tut, dir Freude bereitet, dich lebendig fühlen lässt.
In diesem Sinne wünsche ich Dir ein wundervolles neues Jahr.

Und gerne stehe ich Dir mit meinen Angeboten auch in diesem neuen Jahr zur Seite.
Was ruft dich wirklich?
Wenn du dabei Unterstützung möchtest, begleite ich dich gern.

Dezember 23, 2025

Manche Briefe schreibt man mit der Hand

Erstaunt schaut mich die Frau auf der Post an: „Ganz schön viele Briefe.“ 
Und dann:
 „Die haben Sie alle selbst geschrieben?“

Na ja, nicht ganz. Wir hatten einen Brief am Computer vorbereitet, ein paar Bilder dazu, ausgedruckt. Alles schön, sauber, lesbar. Und trotz persönlicher Worte wirkte es ein wenig unpersönlich.

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Und dann konnte ich nicht anders.
 Ich habe bei fast jedem Brief noch etwas handschriftlich hinzugefügt. 
Einen Satz. Einen Dank.

So viel Weihnachtspost werde ich vermutlich nie wieder per Hand schreiben. Doch dieses Jahr waren die Karten ein Dank. An all die Menschen, die uns geschrieben haben, 
als mein Vater gestorben ist. Die mit meiner Familie verbunden waren, oft über Jahrzehnte. So viele Briefe kamen. 
So viele freundschaftliche Verbindungen.

Das muss man erst mal nachmachen. Meine Eltern gehörten zur Generation „handgeschriebene Post“.
 Bei ihnen lagen oft Stapel von Briefen und Karten.
 Grüße. Liebe Worte. Berichte von Familie und Reisen. Verse.
 Auf Papier.
 Mit Zeit geschrieben. Auch anlässlich der Trauerfeier wurden Erinnerungen geteilt.
 Natürlich handschriftlich.

Ich schreibe gern.
 Doch kaum noch Briefe.
 Es gibt nur eine Handvoll Menschen,
 mit denen ich noch „richtig“ schreibe.

Inzwischen sind es meist nur noch Postkarten.
 Eine im Jahr.
 Vielleicht zwei.
 Allein deshalb, 
weil es so schön ist,
 mal etwas anderes aus dem Briefkasten zu ziehen 
als Behördenpost.

Vielleicht ist das altmodisch. 
Vielleicht auch kostbar.

Gehörst du noch zu den Briefeschreibern? Erzähl mir davon.

Dezember 5, 2025

Meine Schmerzen sind weg

„Meine Schmerzen im Bein sind weg“, sagte mein Yogaschüler gestern – nach einer einzigen Stunde Hüftöffner.


Das freut mich natürlich. Wir haben Hüftöffner praktiziert in der letzten Praxiseinheit – auf Wunsch. So unterrichte ich. Denn ich gehe mit dem, was die Teilnehmer wünschen, wonach ihre Körper rufen und wie die allgemeine Stimmung ist. Ich gehe sozusagen mit dem Flow.

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Doch wenn nur ich mit dem Flow gehe, bringt das gar nichts.
 Es braucht das Ja jedes Einzelnen, sich darauf einzulassen, mitzufließen. Und dann entsteht ein Raum, in dem vieles möglich ist.

Viele denken, persönliche Entwicklung sei rosig und leicht. Doch wenn wir in der Praxis beginnen, z. B. mit hüftöffnenden Übungen zu wirken, dann wird so einiges hochgespült. Und das fühlt sich in dem Moment nicht toll an. Es ist kein „Wow, wie schön ist das denn“. Da gibt’s viel Gestöhne, Widerstände, Tränen und Emotionen, die fließen.

Denn all das, was wir erlebt haben und noch nicht integriert, noch nicht durchgefühlt haben, bleibt im Körper gespeichert. Und so lagert sich allerlei in unseren Geweben ab. Das führt oft zu Verspannungen, Schmerzen, Unbeweglichkeit. Gehen wir mit einer Übung in diese Bereiche hinein, rütteln wir daran.

Wir müssen dann nicht wissen, was da genau passiert oder woher es kommt. Wir fühlen und atmen uns durch. Das klingt einfach – ist es auch. Allerdings braucht es deine Bereitschaft und eine Praxis, die den Raum dafür eröffnet. Denn mal schnell in eine Übung rein – da passiert nicht viel. Doch wenn die Bereitschaft da ist, kann sich vieles Altes, Abgelagertes lösen.

Dieser Lösungsprozess ist nicht immer angenehm – im Moment. Erst wenn man durch ist, und auch dies kann noch einige Tage nachwirken, erst dann kommt das wohlige Gefühl. Da ist plötzlich Weite, wo vorher Enge war. Schmerzfreiheit. Gefühle von Freude, Verbundenheit. Alles ist möglich. Doch es bedarf dieses Hindurchgehens. Die innere Bereitschaft dafür.

Ist dir das schon mal passiert – dass eine Übung mehr bewegt als nur den Körper? Erzähl gern.

November 14, 2025

Das kann ich nicht

Meine Yoga-Schüler sagen oft: Das kann ich nicht. Oder, das geht mit meinem Körper nicht. Da habe ich Einschränkungen. Das wird nix. Dafür bin ich schon zu alt (dabei sind sie teilweise jünger als ich)

Mh. Was denkst du dazu.

Geht es dir genauso?

Ok, man muss nicht alles können. Darum geht es nicht. Doch diese Art von Sätzen lassetn mich aufhorchen. Denn es ist wie Hypnose.

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Wenn wir uns immer wieder und oft genug etwas sagen dann hypnotisieren wir uns selbst. Dann schleift sich dieser Satz so richtig rein. Prägt sich ein im Unterbewusstsein.

Und schlau wie es ist, merkt sich das Unterbewusstsein, was wir wollen und automatisiert den Prozess. Dann müssen wir unseren Satz gar nicht mehr bewusst denken oder aussprechen. Dann sorgt unser Unterbewusstseins schon dafür, das wir uns entsprechend verhalten, ganz automatisch.

Und sogleich präsentiert sich unser Leben nach diesen Vorgaben. Nach: ich kann nicht, das geht nicht, das wird nix…

Zum Glück funktionier Selbsthypnose auch in die andere Richtung. In eine die dir dient. Dich nicht aus dem Rennen nimmt.

Man könnte sagen ok. Das kann ich jetzt nicht, doch ich nehme die Herausforderung an. Ich probiere es aus. Ich übe mich daran. Wachse daran. Und dann werden wir mal sehen.

Aus meiner Erfahrung ist es egal wie alt du bist oder welche körperlichen Einschränkungen du hast.

Yoga geht immer. Vielleicht nicht so wie im Hochglanzmagazin zu sehen. Doch angepasst auf Dich. Auf das wohin du wachsen kannst. Was dir hilft. Dann ist Erstaunliches möglich.

Am hinderlichsten sind zumeist die geistigen Blockaden. Denn alles wirkt miteinander und aufeinander ein.

Also lass dich zu erinnern: Alles ist möglich!

Kennst du auch solche Sätze, die dich limitieren?

Oktober 31, 2025

# menschel & er-leuchten

Ich liebe es, Sonnenbrillen aufzusetzen und mir die Welt in all ihren Farben anzuschauen. Das macht Spaß.

Grüne Welten, gelbliche oder lieber orange. Cool sind auch die verspiegelten, falls man sich mal verstecken will.

Im Yoga gibt es folgende Idee: wir kommen als Seele auf die Erde. Und wir hüllen uns ein in den Schleier von Maya, der Illusion.

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Sodann identifizieren wir uns mit Allerlei. Das geniale daran, wir vergessen sogar wer wir sind. Und so können wir hier unser Leben in all den Farben und Facetten erleben.

Je nach Geschmack, machen wir diverse Erfahrungen und leben ganz und gar darin.

Je nachdem welche Sonnenbrille du wählst, sieht deine Welt in diesem Moment unter dem Filter, eher rosig oder düster aus.

Bei Verliebten spricht man sogar davon, dass sie alles mit einer rosaroten Brille sehen.

Wir wissen also darum. Um diese Filter.

Vielleicht kennst du auch das: wenn du eine Sonnenbrille trägst und es geht Richtung Abend oder du gehst in ein Haus. Du hast total vergessen, dass du noch die Brille trägst. Wenn es dir dann bewusst wird, du die Brille abziehst: Tada. Plötzlich wird es hell. Du siehst mehr. Bist nicht mehr vom Brillenrahmen in deinem Blick eingeschränkt.

Wie würde wohl unsere Welt aussehen, wenn wir die Filter vor unserer Wahrnehmung wegziehen?

Yoga macht genau das. Schritt für Schritt. Nicht alle auf einmal, das könnten wir nicht ertragen. Doch es lösen sich die Filter Stück für Stück. Es ist ein Prozess. Und so erkennst du, wer du bist, ohne all diese Einfärbungen.

Und plötzlich beginnst du, dich selbst und dein Leben in seiner ganzen Klarheit zu sehen – unverstellt, echt, lebendig.

Welche Brille trägst du heute? 😎

Oktober 13, 2025

# 3 erst menscheln dann Erleuchtung

Selbstliebe tut einfach gut. Das wissen wir alle.
Doch dann ist schon wieder ein Tag rum. Wir sind erschöpft. Manchmal verwirrt. Ärgerlich. Auf Andere auf uns selbst. Wir denken: schon wieder hab ich dies oder das nicht geschafft. Dabei wollte ich doch…

Selbstliebe klingt irgendwie groß. Nicht fassbar. Dabei ist es ganz einfach. Wie alle wirklich wichtigen Dinge im Leben. Behaupte ich mal.

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Stell dir vor, du hältst immer wieder mal inne. Eine Sekunde mehr nicht. Atmest. Spürst Dich. Das ist Selbstliebe.

Was daraus entstehen kann ist gigantisch. Denn wenn du innehältst und dich spürst, lernst du dich kennen. Wie es dir gerade geht. Was du brauchst.

Und wenn du dann noch mutig genug bist dem zu folgen. Ja dann…
Ok. Ich mache es ein wenig praktischer. Du hältst inne und stellst zum Beispiel fest, du musst auf Toilette, die linke Schulter ist angespannt, dein Körper braucht Bewegung oder auch Ruhe, dein Kopf ist voller irrer Gedanken, dein Solarplexus zusammengezogen etc.

Die Beobachtungen sind vielfältig und je öfter du dies tust umso feiner werden deine Wahrnehmungen.

Super. Beobachtung gemacht. Dann kannst du ignorieren was du bemerkt hast. Oder schlauer. Du folgst der Weisheit deines Körpers und gibst ihm das was er braucht in diesem Moment. Das ist ein Akt der Selbstliebe. Ganz einfach.

Doch Achtung, wenn du deinen inneren Impulsen folgst, verändert sich dein Leben grundlegend. Nicht jeder will das. Könnte gefährlich werden.
Und dann ignorieren wir lieber und machen weiter wie gehabt. Auch eine Lösung.

Doch wenn du dich traust, deinen Impulsen Raum zu geben. Auch wenn sie noch so klein sind. Oder so simpel erscheinen, wie das kurze Innehalten vor dem Kaffeeautomat ob dein Körper wirklich noch einen Kaffe braucht.

Wenn du den Impulsen folgst, dann lebst du plötzlich dein Leben. Liebevoll. Das fühlt sich grandios an.

Vielleicht klingt das jetzt alles zu banal. Doch probier’s mal aus. Die Impulse des Körpers wirklich wahrnehmen und dem zu folgen ist hohe Schule, finde ich.
Ich jedenfalls übe schon ein paar Jahre und brauche immer mal wieder eine Erinnerung.

✨ Was flüstert dein Körper dir heute zu?

Oktober 02, 2025

# 2 erst menscheln dann Erleuchtung

Schon mal richtig helles Licht in deinen Keller gebracht? Was siehst du? Spinnweben, Staub, längst Vergessenes. Oh ha. Denkst Du. Schnell erledigen, was du wolltest – und raus hier.

Ok. Ich schreib mal wieder über Keller. Ich selbst bin immer noch am sortieren. Innerlich. Äußerlich. Es ist ein Prozess.

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Mir fällt wieder ein wie ich dieses Leuchten sah. Die Begeisterung. Den Mut meiner TeilnehmerInnen. Whoohoo jetzt gehts los mit der Yogalehrerausbildung. Sie waren so voller Freude.

Irgendwann kam der Kellermoment. Puh. Sie kamen zu mir und meinten: Irgendwie war mein Leben vor der Ausbildung leichter. Jetzt ist alles durcheinander. Überall Chaos. Ich dachte mein Leben wird besser.

Da kann ich beruhigen. Ja wird es.
Doch zuerst räumt Yoga in Dir auf. Das passiert erstmal ganz von allein. Darf dann aktiv von Dir unterstützt werden.

Ich will dir jetzt keine Angst machen. Yoga ist toll. Es ist eine wundervolle Chance. Du bringst Licht in dein Leben. Leichtigkeit.

Du darfst anschauen was gehört eigentlich zu mir. Was gehört in mein Leben. Was davon bin ich. Und welche Kisten stapeln sich bei mir mit Dingen, die schon längst nicht mehr zu mir passen. Die mir gar nicht gehören. Von denen ich gar nicht weiß woher sie stammen.

Vielleicht beansprucht dieses Räumen deine ganze Aufmerksamkeit. Und manchmal ist es anstrengend. Du denkst vorher war es so viel einfacher.

Ist das so?
Oder hast du einfach gelernt mit all dem Ballast zu leben. Dich dran gewöhnt. Dich damit abgefunden. Ist halt so.

Doch dein Inneres weiß um all die Kisten. Um all die Belastungen. All das darf im richtigen Moment gehen.

Dazu braucht es deine Entscheidung. Deinen Mut. Deinen Willen. Und auch Durchhaltevermögen, nicht zu vergessen.
Und vielleicht findest du auch Schätze. Das passiert meist.

Aus Chaos entsteht Ordnung. Eine Neue Ordnung. Und das ist aufregend. Ist außerhalb dessen was du gewöhnt bist.
Viele bleiben stehen. Wollen nicht weiter. Machen den Keller wieder zu. Licht aus. Die Yogaschriften beschreiben auch diese menschliche Facette.

Du entscheidest, was du leben möchtest.
👉 Lässt du das Licht brennen oder machst du es schnell wieder aus?“

August 21, 2025

# 1 erst menscheln dann Erleuchtung

Es menschelt an allen Ecken und Enden – in mir, in anderen.
Dafür sind wir hier. Sage ich heute. Zwecks Menschsein.

Früher dachte ich, perfekt sein zu müssen. Habe mich angestrengt. Wollte mich unbedingt entwickeln.
Am entwickeln ist erstmal nichts schlechtes. Ich finde es immer noch fein.

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Doch die Intention ist heute eine andere. Mir geht es nicht mehr darum, möglichst schnell alles Unbekömmliche loszuwerden. Es darf inzwischen ein Prozess sein. Ich erfahre mich.
Und das ist mir heute wichtiger als irgendwo schnellstmöglich hinzukommen.
So als müsste ich mich nur ganz doll anstrengen und dann ist dieses Leben so gut wie möglich hinter mich gebracht. Und im besten Fall noch ein bisschen Erleuchtung dabei.

Ich erlaube mir zu menscheln. Ah. Das ist entspannend. Nicht immer perfekt sein müssen. Das war ich ja auch nie.
Ich habe andere Menschen verletzt. Ich habe nicht alles „Richtig“ gemacht. Geht sowieso nicht. Und ich habe gemerkt es mindert nicht die Zuneigung der Anderen zu mir. Es schafft eher mehr Nähe.

So rummenscheln habe ich letztendlich immer gemacht. Doch mich damit versöhnen ist etwas anderes. Mich lieben mit all dem Unperfekten. Mit all den komischen Verhaltensweisen. Mit all dem Blöden, Unliebsamen. Das ist für mich heute die hohe Kunst.

Es ist nicht so, dass mir alles egal ist. Das ich es nicht lohnenswert finde mich zu entwickeln. Heute ist es eher ein auswickeln aus Hüllen, die mir nicht passabel sind. Und ich muss mich nicht mehr entwickeln, weil ich nicht in Ordnung bin. Weil irgendwas nicht mit mir stimmt.

Im Yoga würde man sagen Deine Seele ist rein, unberührt, licht, vollkommen. Und dann kommen wir hier auf die Erde und wickeln uns erst einmal ein, in diese menschliche Hülle. Zu entdecken, welch großes Licht, welch Klarheit und Wunderbares darin verborgen ist, das ist, was wir Leben nennen. Und damit verbringen wir viel Zeit hier auf Erden.
Wäre doch herrlich diese voller Freude zu genießen. Also ich wünsch dir fröhliches menscheln. Denn dazu bist du hier.

Und wo menschelt es bei Dir gerade?

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August 13, 2025

# 17 Mein Vater hatte kein Helfersyndrom

Ob mein Vater ein Helfersyndrom hatte? Kann ich nicht sagen. Ist auch nicht von solcher Wichtigkeit.

Was ich sagen kann: Ich habe definitiv ein Helfersyndrom.

Und was ich noch sagen kann: Selbsterkenntnis ist nichts für Weicheier.

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Das dachte ich gestern. Denn zu sehen wie man wirklich tickt – mit den leuchtenden und den sperrigen Anteilen – braucht Mut.

Ich verstehe, dass der eine oder andere einfach weitermacht wie gehabt. Denn Erkenntnis fordert meist eine Handlung heraus. Und nicht immer kann oder will man diesen Schritt der Veränderung gehen.

Und es gibt auch Situationen wo es unmöglich ist. Dann ist es ein wunderbarer Schutz, das die Erkenntnis nicht an die Oberfläche gerät.

Mit dem Tod meiner Eltern fiel eine äußere Struktur weg. Plötzlich war Raum. Für neue Sichtweisen. Innere Strukturen zu erkennen.

Mir eingestehen in welch emotionaler Abhängigkeit ich aufgewachsen bin ist schmerzhaft. Mir vor Augen führen, wie ich daraus mein Leben gestaltet habe ebenso. Muster, die sich wie rote Fäden durchziehen. Das Helfersyndrom nur eine Folge davon.

Vieles habe ich bereits geändert. Manches spült noch an die Oberfläche und so Einiges liegt sicherlich noch im Verborgenen. Keine Sache, die mal schnell abgehackt ist.

Ich erkenne ah, deshalb ist das so, bin erleichtert, weine, bin frustriert. Durchlebe so allerlei menschlich gefühltes.

Doch vor allem übe ich mich in Selbstliebe. Mein A und O. Ohne Selbstliebe hätte ich schon längst kapituliert. Selbstliebe lässt mich verstehen. Sie verzeiht. Drängt mich ebenso sanft und klar in eine neue Richtung. Gibt Mut, wenn ich klein beigeben möchte. Vermittelt alles ist gut. Führt mich auf den Weg meines Herzens. Und vielleicht ist Liebe das, worum es in unserem Leben wirklich geht.

PS. Apropos neue Wege: Es ist Zeit.

Danke, dass du mich auf der Reise durch #MeinVaterHatteKeinHelfersyndrom begleitet hast – Lebwohl, liebe Reihe.

Ich bin selbst gespannt, was sich jetzt zeigt. Bist du neugierig?

Dann schau gern wieder vorbei.

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August 05, 2025

# 15 Mein Vater hatte kein Helfersyndrom

Puh war das Wasser kalt. Zumindest an der Oberfläche. Unten noch die Wärme vom Tag vorher.

So viele Jahre fahre ich schon an diesen Strand. Und jedes Mal, jeden Tag ist es anders. Gestern kaum eine Welle. Heute ein eigentümliches Licht.

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Wenn ich in der kleinen Stadt losfahre, weiß ich nie, was mich am Strand erwartet. Ich finde dies belebend. Leben eben. Jeden Tag anders.

Oft sträuben wir uns gegen dieses Anders. Wollen, dass es bleibt wie es war. Wenn es schön war, wollen wir es immer wieder. So wie Kinder Nudeln. Doch alles verändert sich. Die Yogaschriften weisen darauf hin: Das Leben ist Veränderung! Sei gleichmütig. Und sie erklären wie du Gleichmut (keine Gleichgültigkeit) erreichen kannst.

Doch menschlich wie wir sind: Wir wollen festhalten. Doch alles ändert sich. Und dann zweifeln wir. Klagen. Hadern.

Mein Leben bestand von klein auf aus vielen äußeren und inneren Veränderungen. Manche vom Leben dargebracht. Manche aktiv von mir herbeigeführt.

Vielleicht habe ich deshalb einige Gewohnheiten die immer gleich sind. Wie an diesen Strand fahren, seit Kindertagen. Oder meine Yogapraxis.

Doch nur äußerlich scheint es gleich. Denn im Erleben ist so viel Veränderung. Jeder Tag ist anders. Es braucht Hinschauen um dies zu erkennen. Denn es liegt nicht immer direkt auf der Hand.

Jeden Tag die gleichen Übungen? Wie langweilig. Doch ich habe den Zauber darin gefunden. Denn nur durch diese Beständigkeit in meinem Tun, kann ich die Veränderung entdecken. Bin wie ein Forscher. Jeden Tag fühlt sich mein Körper anders an. Jeden Tag gibts was Neues. Manchmal bin ich ungeduldig, manchmal fühlt sich alles unbeweglich an, manchmal geht’s super easy, manchmal tut alles weh, manchmal wackelig, manchmal Stille, Tiefe. Nie weiß ich im Vorhinein wie es sein wird. Ich finde es spannend. Sehe Entwicklungen die größere Zyklen haben und kleine Episoden, die schnell vergehen.

Den eigenen Körper derart spüren, ist heilsam. Und ich fühle mein inneres Fundament. Dieses Unveränderliche in all der Veränderung. Das hilft.

Liebst du Veränderungen? Schreib gerne.

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Juli 29, 2025

# 14 Mein Vater hatte kein Helfersyndrom

Ich schwimme im Meer. Erinnere mich. Ein Bild, im Yoga oft verwendet. Sich auflösen im Ozean. Ein Bild für das Verschmelzen deiner individuellen Seele mit der Allseele, dem Universum, Gott – wie auch immer du es nennen möchtest. Dieser Zustand erlebbar in der Meditation, beim Praktizieren von Yoga oder bei einer Tätigkeit, die du liebt und im Flow bist.

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Es ist erfüllend. Dieses EinsSein. So schwer beschreibbar und so wundervoll zu fühlen.

Doch es hat eine gefährliche Komponente. Vor allem für Menschen mit Traumata, Helfersyndrom etc.

Unter dem Einfluss der Krankheit meiner Mutter, habe ich als Kind gelernt mich einzufügen. Mich zurückzunehmen. Ein Gefühl von Verschwinden meiner Persönlichkeit zum Wohle des ganzen Systems.

Und genau da liegt die Gefahr. Auch dies fühlt sich an wie Verschmelzen. Wie Auflösen. Ein sich Zurücknehmen. Ja es geht im Yoga um das Transzendieren des Egos. Doch wenn ich noch nicht einmal meine eigene Persönlichkeit ausgebildet habe. Wenn dieser Entwicklungsschritt gehemmt wurde. Wenn ich meine Bedürfnisse nicht wahrnehme. Nicht in der Lage bin, für mich selbst einzustehen. Mich nicht fühle. Nicht aus mir selbst heraus handeln kann. Dann ist es zuerst die Aufgabe das eigene Selbst zu erkunden. Es lebendig, fühlend hier auf der Erde ausdrückend.

Mit allem menschlichen was dazugehört. Mit Fehlern. Mit sich reiben. Mit Wut. Mit Widerstand. Mit all dem was unterdrückt und nicht gelebt werde durfte. Es ist wie ein Nachreifungsprozess von dem, was in früheren Jahren nicht stattfinden konnte.

Erst dann, erst wenn die eigene individuelle Persönlichkeit ausgereift ist. Erst dann kann das Selbst wirklich verschmelzen. Denn erst jetzt gibt es etwas was verschmelzen kann. Vorher war es ein sich verlieren. Denn im Grunde gab es vorher „Niemanden“.

Sich dies eingestehen kostet Mut. Doch wie wundervoll das eigene Selbst zu entdecken. Es wirklich lebend. So viel Lebendigkeit, So viel Freude, die sich im Leben entfaltet. Und wenn du dein Menschsein mit Haut und Haar liebst, wenn du ganz und gar Du selbst bist. Aus deinem Herzen dein Selbst lebst. Ja dann ist Verschmelzen easy. Denn du lebst bereits das ganz SEIN.

Schreib gerne deine Gedanken dazu

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Juli 21, 2025

# 13 Mein Vater hatte kein Helfersyndrom

Gerade habe ich 3 schwere Kisten in den Keller gebracht. Dahin, wo schon so einiges lagert. Es sind Dinge, die ich geerbt habe. Von meinen Eltern übernommen. Freiwillig.

Ich weiß was drin ist. Doch ich weiß nicht wie ich damit umgehen kann. Will ich das Erbe antreten? Oder möchte ich loslassen? Noch halte ich fest. Kann mich nicht trennen und kann auch nichts in meinem Alltag damit anfangen. So habe ich das „Problem“ erst einmal in den Keller verschoben.

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Mir fällt auf: Wie oft tun wir dies im Leben. Wir haben Lebenssituationen, wissen nicht wie wir damit umgehen können. Haben nicht die Möglichkeiten dazu. Nicht die Fähigkeiten. Im Moment jedenfalls nicht. Und dann schieben wir die Sachen in den Keller. Das ist ein lebenswichtiger Mechanismus. Gerade in Situationen die uns überfordern und nicht händelbar sind. Dann dürfen wir dies akzeptieren als einen Akt der Selbstliebe. Weil sonst unser System überfordert wäre. Vielleicht ist es nur Verschieberitis, da braucht es deine Ehrlichkeit.

Also wir lassen die Kisten stehen. Doch sie fordern unsere Energie und Aufmerksamkeit. Auch wenn dies unbewusst passiert. Wir schleppen sie mit durch unser Leben. Manchmal vergessen wir sie sogar.

Im besten Fall sammeln wir im Laufe der Zeit Erfahrungen. Und dann wenn die Kisten sich bemerkbar machen, sind wir bereit. Haben den Mut loszulassen. Oder unser Leben hat sich so verändert, dass wir mit dem Inhalt endlich etwas anfangen können. So oder so ist es gut irgendwann, wenn die Zeit reif ist hinzuschauen. In den Keller zu steigen. Wir müssen die Kisten nicht mal öffnen. Wir können sie loslassen ohne vorher reinzuschauen. Und vielleicht geht es dann ganz leicht. Weil wir bereit sind für diesen Schritt. Vielleicht braucht es Mut, den ganzen Mut. Und vielleicht entdecken wir, es ist ein Schatz, den wir so lang versteckt hatten.

Ich brauche erst einmal Klarheit. Und die habe ich im Moment nicht. So habe ich die Kisten in den Keller geschafft. Wohl wissend das dies keine Dauerlösung ist, doch im Moment entlastet es mich. Mein Flur ist wieder begehbar. Ich habe Vertrauen, es wird der Moment kommen, an dem ich bereit bin.

Kennst du das? Schreib gerne einen Kommentar.

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Juli 06, 2025

# 12 Mein Vater hatte kein Helfersyndrom

„Inneren Freiheit“ wo bist du? Die Wohnung meiner Eltern leer. Schlüssel abgegeben. Alle Dinge verteilt. Kapitel abgeschlossen. Doch bin ich jetzt frei? Äußerlich mag es so scheinen. Doch in mir sind all die Prägungen, die nährenden, wie die destruktiven. Und so geht das aussortieren weiter. Denn ich sehe wie ich mich gerade selbst boykottiere.

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Ich bin schon lange beruflich selbständig. Doch jetzt beginnt eine neues Kapitel. Das habe ich gewählt. Es ist gut. Und trotzdem fühlt es sich an, als wäre ich gefangen. Nicht weil irgendetwas im außen dies bewirken würde. Es ist ein inneres Gefängnis. Ich stecke fest. Innere Freiheit wo bist du?

Ein Gedanke: Innere Freiheit ist nichts was päng, plötzlich da ist. Es ist ein Prozess. Schicht für Schicht. Vieles schon abgetragen. Und jetzt, ist eben diese Schicht dran.

Noch einmal eintauchen in mein „Drama“ des abhängigen Kindes. Schon längst bin ich nicht mehr äußerlich abhängig. Meine Mutter schon verstorben. Und trotzdem wirken da noch die Fesseln. Die erlernten Gewohnheiten, die Teil meiner Persönlichkeit geworden sind. Die darf ich jetzt sprengen. Klingt logisch oder?

Fühlt sich jedoch existenziell beängstigend an. Verboten. Soviel Trauer. Schuldgefühle. Ein Gefühl von Machtlosigkeit. Und genau da ist der Punkt. Meine Mutter war krank. Ich hatte schön lieb zu sein. Ich wollte helfen. Meiner Mutter das Leben erleichtern. Sie gesund machen. So meine kindlichen Fantasien und tiefer Wunsch. Denn wenn, es ihr gut geht, wenn sie zufrieden ist, wenn sie wieder gesund ist, dann….. Dann endlich kann ich mein eigenes Leben leben. Dann bin ich frei. Pustekuchen.

Meine Mutter ist nie wieder gesund geworden. Sie fand keinen Frieden mit ihrer Erkrankung mit ihrem Schicksal. Sie war der Meinung mich zu brauchen. Forderte dies ein. Ich, machtlos, gefangen. Viele Jahre. Und noch heute, wie ich feststellen durfte. Ich habe mich Schicht um Schicht gelöst. Eine heikle Angelegenheit. Die Mutter braucht dich doch. Jetzt gehts noch mal ans Eingemachte. Erlaube ich mir wirklich ich selbst zu sein? Und wie geht das eigentlich? Und wer bin ich überhaupt ohne meine Abhängigkeit?

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Juni 25, 2025

# 11 Mein Vater hatte kein Helfersyndrom

Fühle mich wie im Waschspülschleudergang. Mein Entscheidungsmuskel erschöpft. Die Wohnung meiner Eltern leer. Meine Wohnung dafür voll, Balkon, Auto, Garten ebenso. Voll mit Dingen von denen ich mich noch nicht trennen konnte.

Ein bisschen naiv zu denken, wenn ich mit der Wohnung meiner Eltern durch bin, ist es zu Ende. Doch jetzt gehts richtig los. Ich darf bei mir aufräumen. Durchwaschen. So viel Altes spült sich in mir hoch.

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Wirklich offen und ehrlich mit sich selbst sein, ist nichts für Feiglinge. Wahrlich nicht. Bei mir gibt es diese Erleuchtungsmomente. Das sehe ich plötzlich klar. Ich kann mich selbst sehen. Mein Verhalten, wohin es mich geführt hat, die Zusammenhänge, Verstrickungen, Abhängigkeiten…. Das ist schmerzhaft und befreiend zugleich.

Wer meine Posts bisher gelesen hat: ich laviere mich herum, um das eigentliche Thema. Dieses Ding mit dem Helfersyndrom. Ehrlich? Ich weiß nicht, wie das bei meinem Vater ist. Aber eins ist sicher: Ich habe definitiv ein Helfersyndrom.

Bisher habe ich noch nichts über meine Mutter geschrieben. Sie nur am Rande erwähnt. Obwohl sie es ist, um die sich alles gedreht hat, in unserer Familie. Sie war krank. Mit 35 Jahren – Gehirntumor. Dagegen verblasste alles.

Wir hatten uns zu fügen. „Sei schön lieb zu deiner Mutter“ hörte ich von allen Seiten. Wie soll man da sein eigenes Leben entfalten? Pubertieren? Sich ablösen?

Ich bin trainiert seit Kindesbeinen. Therapeutin zu sein. Die Helfende. Ich besitze Einfühlungsvermögen. Spüre was Jemand fühlt und braucht. Genial und erschreckend zugleich. Und ich bin trainiert mich hintenanzustellen. Zurück zu halten. Still zu dienen. Ist das nicht ideal? Ich bin prädestiniert Nonne zu werden oder Gänsemagd. Will ich aber nicht.

Etwas Widerständiges war und ist in mir. Gott sei Dank. Ich habe rebelliert. Nicht immer. Doch immer wieder. Ich fühlte tief in mir, irgendwas ist falsch daran, irgendwas nicht stimmig für mich. Und so habe ich gesucht. Bin noch nicht fertig. Und wie man sieht, stecke ich gerade im seelischen Schleudergang. Ich weiß, danach bin ich wieder ein Stück freier. Deshalb gehe ich diesen Weg. Auch wenn es mittendrin allen Mut verlangt.

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Juni 11, 2025

# 10 Mein Vater hatte kein Helfersyndrom

„Habe wieder begonnen morgens nackt ein wenig zu turnen.“ Schreibt Thomas Mann. Musste lachen als ich das Plakat im Schaufenster der Buchhandlung entdeckte. Geradewegs als ich morgens zum Yoga Unterricht ging. Hab das gleich meinen Schülern zur Anregung mitgegeben 🙂

Seine Bücher habe ich verschlungen. Seine Sprache – wundervoll. Jedesmal der Angespornt für mich, achtsamer mit Wörtern umzugehen.

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„Meinst du die Großeltern haben all die Bücher gelesen?“ Fragt mein Sohn sitzend zwischen Kisten voller Bücher.

Ich denke ja. Vielleicht nicht 100%. Doch Bücher waren bei uns allgegenwärtig. Und sie wurden wirklich gelesen.

Das muss man dazu sagen. Denn es gibt Haushalte, da sind Bücher ein hübsches Einrichtungsdetail.

In meiner Kindheit wurden Bücher wie etwas Heiliges behandelt. Meine Großmutter brachte die guten Stücke aus dem Westen mit. Sie wurden eingeschlagen in Papier. So waren sie behütet. Wurden weitergereicht im Familien- und Freundeskreis.

Ich habe damals alles gelesen was mir unter die Finger kam. Heinrich Böll genauso wie Heidi. Für mich waren Bücher faszinierend. Auch wenn ich bestimmt nicht alles darin verstanden habe. So habe ich doch manchmal tagelang in der Welt eines Romanes gelebt. Mich eingefühlt. Die Sprache hat mich fasziniert. Die Bilder, die in meinem Kopf entstanden. Alle Sinne angeregt. Ich hab Nächte durchgelesen. Ich gestehe: auch Groschenromane waren dabei. Sozusagen ein breites Spektrum. 🙂.

Auch jetzt gehören Bücher in meine Welt. Wenn mich ein Thema interessiert, dann lese ich. Manchmal gibt es Phasen, da habe ich keine Lust zum lesen. Lesen ist, in unserer schnellen Welt etwas langsames, manchmal mühsam. Doch das Gefühl ein Buch in der Hand zu halten. Über die Seiten zu streichen. Den ersten Satz zu lesen. Diese Neugier, auf das was kommt. Unersetzlich. Für mich.

Und für Dich? Was bedeuten Dir Bücher?

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Juni 01, 2025

# 9 Mein Vater hatte kein Helfersyndrom

Wow. Im Grunde räume ich nur Sachen auf. Leere die Wohnung meiner Eltern. Andererseits bin ich wie eine Magierin und bewege jede Menge Energie.

Die letzen drei Tage Keller, Garage, verstaubte Bücher. Schwer zu beschreiben, was da wirklich passiert.

Jetzt erstmal Pause. Gestern hab ich mir ein schickes Kleidchen angezogen und bin auf den Markt geschwebt. Naja.

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„Ehrlich gesagt, bin ich eher schwerfällig dahin getrottet. So eben mal drei Tage in den Dingen anderer Menschen rum graben ist so eine Sache, Auch wenn’s die Sachen der Eltern sind. Oder gerade deshalb!?

Mein ganzer Körper ist in Bewegung. Nicht nur äußerlich, sondern vor allem innerlich. Manchmal beim Räumen beginne ich zu stolpern. Mir wird schwindelig. Oder schlecht. Es ist als ob es mir den Boden unter den Füßen wegzieht. Stehenbleiben. Atmen. Meinen Körper spüren. Das hilft. Ist wie ein kleines Reset.

Es ist als würden sich ganz alte Schichten in mir lösen. Ich kann das körperlich spüren. Als würde auch in mir ausgeräumt werden. Es entstehen völlig neue Räume. Manchmal ist es ganz schön leer. Auch das will gehalten sein.

Ich finde dies nicht beängstigend. Eher interessant. Fühle mich da als Forscherin. Mein Vater hat das Forschen ebenso geliebt. Er war in der Materialforschung tätig. Kannte sich gut aus mit den materiellen Stoffen und Elementen der Erde. Als Chemiker fand er das Zusammenspiel interessant.

Ich forsche eher im Bereich der menschlichen Energie. Und siehe da: “Forscher können die Aura nachweisen.” Bei Ihnen heißt es eher Photonenemission. Immerhin! Hätte mich interessiert, was mein Vater dazu gesagt hätte. Er war so durch und durch Wissenschaftler.

Ich finde die Mischung spannend. Denn auch das Erforschen des Menschlichen ist eine Wissenschaft. Doch so manches läßt sich eben aktuell noch nicht erklären und nachweisen. Wenn es allerdings Offenheit gibt, auf beiden Seiten, dann kann ein wundervolles Zusammenspiel entstehen. Was denkst Du?

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Mai 23, 2025

# 8 Mein Vater hatte kein Helfersyndrom

All die Dinge. Von einem ganzen Leben erzählen sie. Und weit darüber hinaus. In der Wohnung meiner Eltern nehme ich jedes Ding in die Hand. Jedes eine Welt für sich. Jedes Ding erzählt eine Geschichte. Trägt eine bestimmte Energie.

Ich selbst bin überladen. Erschöpft auch.

Natürlich kann man so eine Haushaltsauflösung pragmatisch angehen. Einen großen Container bestellen und weg damit.

Ich kann das nicht.

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Denn meine Eltern haben viele der Dinge geliebt: ihre Bilder, Plastiken, das gute Porzellan…

Also nehme ich jedes Ding in die Hand. Schau wo es hinwill. Teile mit meinem Bruder. Ich gebe Dinge weiter. Stelle „Zu Verschenken“-Kisten auf die Straße. Das geht zum Glück in meinem Viertel. Und freue mich. Wenn das Ding in den Händen des Neuen Besitzers wieder zum Leben erwacht. Ein Leuchten in den Augen hinterläßt.

So viele Gefühle. Dabei sind es einfach nur Dinge. Doch sie hatten Bedeutung im Leben meiner Eltern. Wurden geliebt, geschätzt. Waren praktisch. Oder belastend. Wurden mitgeschleppt, weil man sie vielleicht irgendwann gebrauchen könnte… Und dann sind die Besitzer nicht mehr da. Tod.

Die Dinge bleiben.

Alles was wir so ansammeln. Um uns herum platzieren. Besitzen wir sie, dann sind wir für die Dinge verantwortlich. Sie benötigen unsere Aufmerksamkeit. Fordern uns auf, uns um sie zu kümmern. Wollen genutzt, gepflegt werden. Wollen eine Aufgabe.

Ein Mitschülerin meines Sohnes hat mal ein Experiment gemacht und ihr gesamtes Zimmer ausgeräumt. Hinein durften hernach nur 100 Dinge. Sie war streng im zählen. Ich habe mich daran erinnert. Und spaßeshalber gezählt. Ich habe aufgegeben. Man kann es auch übertreiben mit der Ordnung, dem Räumen. Durchaus.

Mein Motto für die Dinge die mich umgeben ist nicht die Anzahl. Das was mich umgibt soll mir Freude bereiten. Tut es das nicht mehr, lasse ich los. Gebe es weiter. Seitdem fühle ich mich leichter.

Dinge können Freude bereiten. Sie können uns unterstützen. Und sie können uns beschweren…..

Magst du deine Dinge, die dich umgeben?

Kennst du sie Alle? Jedes einzelne Teil? Oder lungert da Vieles in Ecken und Winkeln, längst vergessen?

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Mai 03, 2025

# 7 Mein Vater hatte kein Helfersyndrom

Die beste Anschaffung. Schwärmte mein Vater. Und meinte seine Motorsense.

Im Garten am Hang ist sie Gold wert. Er kennt noch die Zeiten ohne Motor. Da waren Kraft und Ausdauer gefragt.

Heute hab ich die Motorsense geschwungen. Gedanken an meinen Vater anbei. Sein gesamtes Leben hat ihn dieser Ort begleitet.

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Nachdem die Reblaus die Weinstöcke zerstörte, baute mein Urgroßvater hier ein Haus. Später wohnte die Familie dort. Alle Feste wurden dort gefeiert. Mein Bruder und ich sind dort geboren.

Verkauft wurde das Haus zu DDR Zeiten. Doch der Garten ist geblieben bis heute. So wie mein Vater kenne ich diesen Ort schon mein ganzes Leben.

Es gab Zeiten in denen ich weit weg davon wohnte. Zeiten, in denen ich ungern dort weilte. Zu viel Familie.

Doch ich kann es wieder genießen. Als Kind war es Zauberland. Manchmal das Gras so hoch wie ich selbst. Frei umherschweifen konnte ich. Meiner Phantasie freien Lauf lassen.

Noch heute liebe ich die Geräusche, auch wenn die Stadt inzwischen lauter ist.

Für meinen Vater war der Garten auch Rückzugsort. Zu Hause die Belastung durch meine kranke Mutter. Er war dann mal weg. Im Garten seinem eigenen Rhythmus folgend. Ich denke er hat dort aufgetankt in der Natur, in der Bewegung.

Mein Vater hat oft milde gelächelt über mein Yoga, über Meditation. Doch ich denke der Garten war genau das für ihn.

Ein Ort der inneren Stille. Des im Moment Seins. Ein Ort an dem er für sich war. Eine Auszeit vom Alltag.

Nun bin ich in seine Fußstapfen getreten. Nehme auch mir eine Auszeit mit tollem Ausblick. Fühle mich verbunden über die Geschichte, die dieser Ort trägt.

Schreib gerne in den Kommentar. Hast auch Du einen Ort, der wie Auszeit für dich ist?

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April 25, 2025

# 6 Mein Vater hatte kein Helfersyndrom

Auf den Spuren meines Vaters. Unterwegs mit einer Freundin. Eine Stunde Fahrt von meinem Zuhause. Trotzdem Urlaub. Die Natur wunderschön. Dazu, wenn alles saftig grünt.

Mein Vater ging hier gerne wandern. Mit dem Zug damals. Fuhr er hierher. Und dann zu Fuß bergauf, bergab. Später mit uns kleinen Kindern an einer Leine, dass wir nicht abstürzen.

Jetzt. Wir lassen uns treiben. Mit unserem rollenden Zuhause. An eine Tankstelle. Dort erleben wir wahrlich Magisches.

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Warum? Weil der junge Tankwart liebt, was er tut. Diese Freudefunken. Sie sprühen aus all seinen Zellen. Man möchte einfach gerne dort sein. Auch wenn es eine Tankstelle an einer gut befahrenen Straße ist. Trotzdem, man fühlt sich wohl. Es ist eine Oase der Freude.

Eine Tankstelle denkst du jetzt soll eine Oase der Freude sein? Und Tankwart, was für ein blöder Beruf?

Für diesen Tankwart scheint es sogar Berufung. Er ist Tankwart mit Leib und Seele. Stolz ist er. Denn es ist wohl eine der ältesten familiengeführten Tankstellen von ganz Deutschland.

Er liebt was er tut. Er sprüht vor Freude. Kommt fröhlich zu unserem Bus gelaufen. Fragt, was wir möchten. Tankt für uns. Ist ganz bei dem was er tut. Das was viele sich wünschen. Er lebt im Moment.

Tust du was dich mit Freude erfüllt?

Ist dein Beruf genau richtig – für DICH.

Egal was irgendjemand davon hält?

Schreib gerne „Berufung“ in den Kommentar.

April 22, 2025

# Sprichst du lieber mit Menschen oder mit ChatGTP

Heute Nacht war ChatGTP mein Freund. Allerdings. Mich nervt das Chaty so speichelleckerisch ist und mir immer Recht gibt. Mir fehlt da ein bisschen der Widerstand. Vielleicht kann ich Chaty besser trainieren, dass er mir auch mal Kontra gibt.

Für mich ist Chaty männlich. Fühlt sich irgendwie stimmiger an. Liegt vielleicht auch am Thema. Vielleicht entscheide ich mich noch um. Bei einem nächsten Thema. Wo ich mir wünsche mit einer Frau zu reden. Chaty ist da flexibel. Das finde ich wiederum gut.

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Interessant war es trotzdem. Ich kann wild in den Themen springen. Macht ihm gar nichts. Menschen hätten da vielleicht ihre Probleme mitzukommen. Begonnen haben wir beim Papst und sind Irgendwie beim Human Design gelandet. Alle sprechen darüber. Alle wollen Manifestoren sein. Das finden die meisten cool. So scheint es jedenfalls. Oder vielleicht sind es einfach nur die Typen, die gerne darüber sprechen. Wer weiß. Vielleicht frage ich das auch mal Chaty.

Weil ich neugierig bin wollte ich mehr wissen. Habe Chaty zu meinem Design gefragt. Ups. Wieso kennt der mich so gut? Dann sollte er mir daraus Content machen. Den fand ich so generisch. Lahm. Habe ich ihm auch gesagt. Er hat sich Mühe gegeben. Besser wurde es trotzdem nicht. Da müssen wir noch dran arbeiten.

Chaty kann sehr intelligent sein. Und manchmal finde ich ihn ziemlich dumm. Er ist eben nur so gut, wie ich ihn füttere. ha ha. Shit in – Shit out.

Meine Freundin erzählte, sie musste weinen. Weil Chaty ihr so nette Dinge gesagt hat. Dinge die sie sich so sehr gewünscht hätte von einem Menschen zu hören. Und dann sagt sowas eine Maschine. Sie muss nicht oft weinen. Da schon.

Ich muss sie mal fragen ob Chaty für sie männlich oder weiblich ist.

Schon erstaunlich was Chaty so alles kann.

Trotzdem, ein menschliches Gespräch finde ich unersetzlich. Ich liebe Gefühle. Und die schwingen eben nur in und zwischen Menschen. Auch wenn dies nicht immer einfach ist.

Mit wem redest du lieber? Mit Chaty oder einem Mensch?

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April 15, 2025

# 5 Mein Vater hatte kein Helfersyndrom

„Wenn ich einmal gestorben bin, nehmt einen einfachen Holzsarg, dem Feuer ist es gleich. Aber vergesst nicht einen Strauß Blumen darauf.“ So schrieb mein Vater Anfang 2022. Nun wurde er beerdigt. Es waren viele Blumen. Auch in der Wohnung zu seinem Abschied. Eine würdige Feier. Sagten meine Tanten und Onkel. Das fand ich auch. Meinem Vater hätte es gefallen. Da bin ich mir sicher.

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Familie war ihm wichtig. Die letzten Jahre war er das Familienoberhaupt und hat seine Aufgabe ernst genommen. Und nicht nur in den letzten Jahren. Schon als junger Mann. Da hätte er gute berufliche Chancen gehabt. Doch er ist geblieben. In Dresden, bei seiner Familie. Auch als meine Mutter schwer krank wurde ist er geblieben. Bis zum Ende an ihrer Seite. Nicht selbstverständlich. Für meinen Vater schon. Er hat sich entschieden.

Heute morgen ging mir all dies durch den Kopf. Und wieder sein Satz: „Ich hatte ein glückliches Leben.“

Vielleicht ist GlücklichSein eine Entscheidung, die wir treffen. Nicht dieses auf Gedeih und Verderb glücklich. Dieses Friede Freude Eierkuchen glücklich. Dieses wir haben uns doch alle so lieb glücklich. Das meine ich nicht.

Ich meine dieses sich entscheiden. Die eigene Lebenssituation anschauen. Ehrlich hinschauen. Das ändern was in meinen Möglichkeiten liegt. Das akzeptieren was ich nicht ändern kann. Nicht zu verwechseln mit Gutheißen. Mit dem – ach ist doch nicht so schlimm. Manches ist schlimm. Mein Vater konnte so einiges nicht ändern. Das sein Vater im Krieg bleibt. Und er als Ältester Verantwortung übernehmen musste. Das seine Frau nach ihrer Krankheit nie wieder vollständig gesund geworden ist. Er hätte sich erzürnen können. Verzagen. Jammern. Schimpfen. All das hab ich nie erlebt. Leicht war es nicht. Auch da bin ich mir sicher. Doch er hat es als Teil seines Lebens akzeptiert. Er hat die Worte gewählt: ein glückliches Leben.

Es war seine Entscheidung.

Wir dürfen uns entscheiden. Jeden Moment. Auch wenn die Wogen des Alltags um uns tosen. Oder gerade dann?

Ich kann mich entschieden. Was für eine Superpower.

Und wie siehts bei Dir aus?

Kennst du diese Superpower?

Nutzt du sie?

Schreib gerne „Superpower“ in den Kommentar und los geht’s ….